Standort & Perspektive
FreiRaumFabrik
In der Natur. Im Gespräch. Im Tun.
FreiRaumFabrik Logo
Gemeinsam und nicht einsam in die Zukunft schauen.
Anker
Manchmal braucht es keinen Rat, sondern einen sicheren Ort, an dem man zuerst ankommen darf. Halt finden. Sicherheit spüren. Orientierung gewinnen.
Freiraum
Hier darf Neues entstehen. Ohne Druck. Ohne Bewertung. Raum zum Sein. Raum zum Ausprobieren. Raum zum Durchatmen.
Natur
Die Natur drängt nicht. Und dennoch wächst alles. Sie erinnert uns an den Rhythmus des Lebens, den Wandel und Neubeginn.
Im Jetzt
Der nächste Schritt beginnt nicht morgen. Er beginnt dort, wo wir gerade stehen. Mit dem, was heute möglich ist.
Weitblick
Nicht jeder Weg ist sofort sichtbar. Aber jeder Weg beginnt mit dem ersten Schritt. Neue Möglichkeiten dürfen wachsen.
Mut
Mut bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Mut bedeutet, trotz Unsicherheit weiterzugehen. Leise. Vorsichtig. Aber immer Schritt für Schritt.
Die rote Tulpe steht für Mut.
Willkommen
Manchmal gerät das Leben aus dem Gleichgewicht. Gedanken kreisen, Entscheidungen fallen schwer, die nächste Richtung ist unklar.

Die FreiRaumFabrik ist ein ruhiger, wertungsfreier Raum, um innezuhalten, zu ordnen und neue Klarheit zu gewinnen.
Mein Angebot
Standortbestimmung
Wo stehe ich? Was ist mir wichtig?
Klärung der Situation
Was belastet mich?
Gedanken ordnen, Zusammenhänge erkennen und neue Perspektiven entwickeln.
Struktur & nächste Schritte
Realistische Ziele und konkrete Wege.
Begleitung im Alltag
Praktisch, persönlich – auf deinem Weg.

Wie ich dich begleite

Wenn nicht mehr klar ist, wie es weitergehen soll, kann es helfen, zuerst gemeinsam hinzuschauen.

Standortbestimmung Wo stehe ich gerade? Was beschäftigt mich – und was brauche ich?
Klärung Vielleicht stehst du nach einer beruflichen Veränderung, einer Trennung, einer Erfahrung von Entwurzelung oder aus einem ganz anderen Grund an einem Punkt, an dem es nicht einfach weitergeht wie bisher. Wir schauen gemeinsam darauf, was gerade trägt, was belastet und wo neuer FreiRaum entstehen kann.
Nächste Schritte Dabei braucht es nicht sofort ein grosses Ziel. Oft geht es zunächst darum, einen nächsten möglichen Schritt zu erkennen – realistisch, stimmig und in deinem eigenen Tempo.
Begleitung im Alltag Wenn du möchtest, bleibt es nicht beim Gespräch. Die Begleitung kann ganz praktisch werden und sich an dem orientieren, was du auf deinem persönlichen Weg gerade brauchst.

Wie geht es nach dem ersten Gespräch weiter?

Das erste Gespräch dient dem gegenseitigen Kennenlernen. Wir schauen gemeinsam, was du dir wünschst und ob die FreiRaumFabrik für dich der passende Ort ist. Danach entscheidest du in Ruhe, ob und in welcher Form du weiter begleitet werden möchtest.

FreiRaumFabrik ist keine Massnahme.

Menschen kommen aus eigener Entscheidung. Wir begegnen uns auf Augenhöhe und schauen gemeinsam, ob und in welcher Form eine Begleitung stimmig ist. Es gibt keine Bewertung und keinen vorgegebenen Weg. Ausgangspunkt sind der Mensch, seine Lebenssituation und das, was er gerade braucht.

Ein Gespräch. Struktur. Ein nächster überschaubarer Schritt. In der Natur und im gemeinsamen Tun. Dafür stehe ich und öffne die Tür zur FreiRaumFabrik. Dort muss noch nicht feststehen, wohin der Weg führt.

Kosten & Möglichkeiten
Transparent und überschaubar. Das erste Kennenlernen dient dazu, in Ruhe zu schauen, ob die FreiRaumFabrik der richtige Ort für dein Anliegen ist.
Erstes Kennenlernen
kostenlos
ca. 30 Minuten · unverbindlich
Persönliche Begleitung
CHF 120.–
60 Minuten · im Gespräch, in der Natur oder im gemeinsamen Tun
Vertiefte Begleitung
CHF 165.–
90 Minuten · wenn mehr Zeit zum Ordnen, Klären und Weiterdenken hilfreich ist
Weitere Formate
Kurse und Gruppenangebote.

Die Kosten richten sich nach Art des Angebots und Anzahl der Teilnehmenden.
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Für das gesamte Angebot sind auch Gutscheine erhältlich.

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Finanzielle Möglichkeiten sollen kein Hindernis sein.
Wenn der reguläre Beitrag im Moment nicht möglich ist, sprechen wir miteinander und suchen eine passende Lösung.
Demnächst in der FreiRaumFabrik
Neben der persönlichen Begleitung entstehen in der FreiRaumFabrik Kurse und Gruppenangebote, die Raum schaffen für Kreativität, Begegnung, gemeinsames Entdecken und Tun.
Angebote ansehen

Kursangebote

Künstlerische Lebensgestaltung

Eine Aussicht durch die Augen von zehn Menschen ergibt zehn verschiedene Aussichten. Was für ein Gewinn.

Mit Fotografie, Bildern und anderen Ausdrucksformen den eigenen Blick entdecken und sichtbar machen. Unterschiedliche Sichtweisen auf dieselbe Welt begegnen einander. Sprachkenntnisse sind dabei keine Voraussetzung – Bilder können verbinden, wo Worte fehlen. Aus dem gemeinsamen Prozess kann beispielsweise eine Ausstellung entstehen.

5 Halbtage

Wir schreiben Geschichte

Was wird sein? Was wünschen wir uns? Die Welt in 30 Jahren.

Wie könnte unsere Welt aussehen? Was möchten wir bewahren, was verändern – und was neu erfinden? Gedanken, Texte und Bilder lassen mögliche Zukünfte entstehen. Nicht die richtige Zukunft wird gesucht, sondern viele unterschiedliche Vorstellungen dürfen nebeneinander sichtbar werden.

5 Halbtage

Gruppenangebote

Auf und zwischen den Zeilen

Lesezirkel

Wir lesen gemeinsam ein Buch. Wir teilen Gedanken, entdecken unterschiedliche Sichtweisen und sprechen über das, was uns zwischen den Zeilen berührt.

Zwischen den Maschen

Strickrunde – nach altem Wissen forschen.

Masche für Masche entstehen wärmende Strickstücke – und vielleicht auch Gespräche, Erinnerungen und Begegnungen. Überliefertes Wissen darf weitergegeben, wiederentdeckt und miteinander geteilt werden.

Bilderreise durch die FreiRaumFabrik
Ein Ort erzählt nicht nur mit Worten. Die Bilderreise führt durch Spuren der alten Zaunfabrik, durch Räume des Ankommens und hinaus in den Natur- und Lebensgarten.
Originale Laufkatze mit Lastenzug in der ehemaligen Lastwagengarage
Spuren der Zaunfabrik
Stärke, die geblieben ist
Mit dieser Laufkatze wurden einst Zaunfelder, Pfosten und Zubehör auf die Lastwagen gehoben. Sie ist noch heute Teil der Garage – ein Stück Geschichte, das von Arbeit, Kraft und Bewegung erzählt.
Ankommen – FreiRaumFabrik
AnkommenEin Platz, an dem man zuerst einmal sein darf.
Im Gespräch – FreiRaumFabrik
Im GesprächZwei Stühle, ein Tisch – manchmal beginnt genau hier etwas Neues.
Natur- und Lebensgarten – FreiRaumFabrik
Natur- und LebensgartenDraussen denken, verweilen, lesen, beobachten und wieder Boden unter den Füssen spüren.
Im Jetzt – FreiRaumFabrik
Im JetztWahrnehmen, was gerade da ist.
Eigenes Tempo – FreiRaumFabrik
Eigenes TempoNicht jeder Weg muss schnell sein.
Baum von unten – Wachsen in der FreiRaumFabrik
WachsenEntwicklung lässt sich nicht erzwingen – aber sie darf Raum bekommen.
Sicherer Ort – FreiRaumFabrik
Sicherer OrtManchmal schützt uns ein Ort gerade dadurch, dass wir dort einfach sein dürfen.
Diese Bilderreise darf weiterwachsen – mit den Jahreszeiten, den Menschen und den Geschichten der FreiRaumFabrik.
Über mich

Die FreiRaumFabrik ist eng mit meinem eigenen Weg, diesem Ort und den Menschen verbunden, die mich geprägt haben.

Meine Geschichte lesen
Barbara Schmid mit Mickey

Ich bin Barbara Schmid

Ich bin auf diesem Boden aufgewachsen – buchstäblich. Dort, wo heute die FreiRaumFabrik ihren Platz gefunden hat, stand einst die Zaunfabrik – die erste ihrer Art in der Schweiz und ein wichtiger Arbeitgeber der Region.

Ein Teil davon lebt weiter: In der ehemaligen Lastwagengarage ist ein Ort entstanden, an dem heute ausprobiert, gestaltet und gemeinsam Neues gewagt wird.

Als Kind habe ich diesen Ort geatmet, seine Menschen gekannt und ihre Geschichten gehört. Der Zaun wurde für mich zum Sinnbild eines geschützten Ortes – eines Rückzugsortes mitten im Klettgau. Diese Verwurzelung trägt mich bis heute.

Menschen, ihre Geschichten und die Frage, was sie trägt und ihnen neue Wege eröffnet, begleiten mich seit vielen Jahren.

Ein wichtiger Teil meines beruflichen Weges war die langjährige Arbeit mit geflüchteten Menschen. Dort habe ich Menschen in sehr unterschiedlichen Lebenssituationen begleitet – in Zeiten des Übergangs, der Unsicherheit und des Neubeginns.

Daneben begleitet mich die Kunst seit vielen Jahren. Sie ist für mich eine eigene Form des Sehens und Verstehens – und eine Möglichkeit, auszudrücken, wofür Worte manchmal nicht ausreichen.

Mein eigener Weg ist geprägt von reichen Lebenserfahrungen, von Veränderungen und Neuanfängen, von Begegnungen und der Erfahrung, dass der Weg weitergeht, auch wenn sein Ziel noch nicht sichtbar ist.

Dabei wurde mir bewusst: Nicht Ausbildungen allein tragen Menschen durch herausfordernde Zeiten, sondern ihre Lebensgeschichten. Die Umwege, die Verluste und die stillen Siege. Das gelebte Leben selbst ist das grösste Gut eines Menschen.

Als alleinerziehende Mutter von zwei heute erwachsenen Söhnen weiss ich, was es bedeutet, Verantwortung zu tragen und gleichzeitig den eigenen Weg nicht aus den Augen zu verlieren. Übergänge kenne ich nicht nur aus der Begleitung anderer Menschen – sondern auch aus dem eigenen Leben.

Die FreiRaumFabrik ist daraus entstanden: als sicherer Ort zwischen Not und Neubeginn. Ein Ort, an dem Menschen zuerst ankommen dürfen, bevor erste Schritte wieder gegangen werden können. Wo Natur, Gemeinschaft und ehrliches Miteinander Raum finden.

Blog
Weggabelung im Wald mit Mickey
März 2026

Weggabelungen – Vertrauen in die eigene Wahl

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Es gibt Momente im Leben, in denen der eingeschlagene Weg plötzlich nicht mehr weiterführt. Manchmal geschieht das leise. Manchmal unerwartet. Vertrautes verändert sich, Sicherheiten beginnen zu wanken und das Ziel, das lange klar war, verliert an Kontur.

Weggabelungen gehören zum Leben. Und doch verunsichern sie uns oft. Denn Entscheidungen bedeuten nicht nur Aufbruch – sondern auch Abschied von dem, was einmal war. Gerade in solchen Zeiten entsteht schnell der Wunsch, möglichst rasch wieder Sicherheit zu finden. Eine neue Richtung. Einen klaren Plan. Doch nicht jeder Weg zeigt sich sofort. Manche Wege entstehen erst im Gehen.

Die Natur erinnert uns daran auf stille Weise. Der Waldweg windet sich, teilt sich, verschwindet manchmal kurz aus dem Blickfeld und führt dennoch immer weiter. Genau darin liegt etwas Tröstliches: Dass wir nicht immer sofort wissen müssen, wohin unser Weg führt. Dass Orientierung wachsen darf. Schritt für Schritt.

Die FreiRaumFabrik versteht solche Übergänge nicht als Scheitern, sondern als Teil des Lebens. Als Einladung, innezuhalten, neu wahrzunehmen und den eigenen Weg wiederzufinden. Nicht perfekt. Nicht geradlinig. Aber eben – den eigenen.

Blätter spiegeln sich in Wasser mit Regentropfen
April 2026

Natur als Spiegel – was ein Spaziergang klären kann

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Manchmal drehen sich Gedanken so lange im Kreis, bis alles schwer wird. Fragen bleiben offen, Entscheidungen fühlen sich unlösbar an und im Innern entsteht eine Unruhe, für die Worte oft nicht ausreichen.

Gerade in solchen Zeiten kann ein einfacher Spaziergang etwas verändern. Nicht, weil plötzlich alle Antworten da sind. Sondern weil die Natur uns auf leise Weise zurückführt – weg vom ständigen Denken und hin zum Wahrnehmen. Der Wind in den Bäumen. Das Knirschen eines Weges unter den Füssen. Licht und Schatten zwischen den Ästen. Der Rhythmus des Gehens.

In der Natur muss nichts erklärt oder bewiesen werden. Sie bewertet nicht. Sie fordert nichts. Und da entsteht wieder Raum für die eigenen Gedanken, Gefühle und Bedürfnisse. Viele Menschen erleben beim Gehen, dass sich etwas ordnet. Manchmal zeigt sich plötzlich ein neuer Gedanke. Oft wird eine Entscheidung klarer.

Die FreiRaumFabrik verbindet Gespräche, Natur und gemeinsames Tun bewusst miteinander. Denn manchmal beginnt Klärung nicht am Schreibtisch. Sondern auf einem stillen Weg zwischen Wald und Himmel.

Kahler Winterbaum im Nebel
Mai 2026

Wenn das Leben innehält – und was dann kommt

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Es gibt Zeiten im Leben, in denen der weitere Weg plötzlich im Verborgenen liegt. Etwas gerät aus dem Gleichgewicht. Ein Verlust, eine Erschöpfung, eine Veränderung oder einfach das leise Gefühl, dass der bisherige Weg nicht mehr stimmt.

Viele Menschen erleben solche Zeiten als Scheitern. Dabei sind sie oft etwas anderes: ein Innehalten des Lebens. Nicht jede Unterbrechung bedeutet Stillstand. Manchmal entsteht genau dort ein Raum, in dem etwas Neues sichtbar werden kann. Nicht sofort. Nicht laut. Aber langsam und ehrlich.

Die Natur hat mich das gelehrt. Ein Baum, der im Winter kahl dasteht, wächst nicht rückwärts. Er sammelt Kraft. Wartet. Und wenn die Zeit kommt, treibt er neu aus – oft stärker als zuvor.

Die FreiRaumFabrik soll ein solcher Ort sein. Kein Ort des Drucks und der schnellen Lösungen, sondern ein sicherer Raum zwischen Not und Neubeginn. Oft beginnt Veränderung nicht mit einem grossen Entschluss. Sondern mit einem Gespräch. Mit einem Spaziergang. Mit dem Gefühl der Sicherheit, nicht alles alleine tragen zu müssen.

Perlenglockenblume mit Tautropfen
Juni 2026

Wenn das Leben einen stoppt – Mut zu verweilen

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Es gibt Zeiten, in denen das Leben nicht fragt, ob es gerade passt. Es stoppt uns einfach. Unerwartet. Und oft genau dann, wenn wir meinen, weitermachen zu müssen.

Der Juni war für mich ein solcher Monat. Mein gebrochener Arm hat mich gezwungen, langsamer zu werden. Vieles, was selbstverständlich schien, ging plötzlich nicht mehr oder nur unter Mühe. Ich musste Hilfe annehmen, Geduld lernen und aushalten, dass nicht alles nach meinem inneren Takt weiterlaufen konnte.

Das Bild der kleinen Perlenglockenblume berührt mich deshalb sehr. Sie wirkt zart und verletzlich – und doch steht sie da, still und schön, mit unzähligen Tautropfen besetzt. Fast so, als hätte sie die Last der Nacht getragen und würde trotzdem leuchten.

Vielleicht liegt genau darin eine Form von Stärke: nicht im Funktionieren, nicht im ständigen Weitergehen, sondern im Mut zu verweilen. Im Zulassen, dass Heilung Zeit braucht. Im Anerkennen, dass auch das Langsame seinen Sinn hat.

Ich glaube, wir unterschätzen oft, wie viel in stillen Zeiten geschieht. Unter der Oberfläche. Im Körper. In der Seele. In Gedanken, die erst hörbar werden, wenn der Lärm des Alltags leiser wird.

Der Juni hat mich daran erinnert, achtsamer mit mir selbst zu sein. Nicht alles sofort lösen zu müssen. Und darauf zu vertrauen, dass auch in erzwungenem Stillstand Entwicklung möglich ist.

Manchmal ist es gerade das Zarte, das uns zeigt, wie stark wir sind.

Steinhaufen neben einem alten Baumstrunk
Juli 2026

Wenn kein Stein auf dem anderen bleibt – reiche Zwischenräume

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Manche Monate fühlen sich an, als würde das ganze Gefüge ins Wanken geraten. Der Juli war für mich so ein Monat. Vieles war geprägt von Unsicherheit, Existenzfragen und dem Gefühl, keinen festen Boden unter den Füssen zu haben.

Das Bild mit dem Steinhaufen und dem alten Baumstrunk bringt dieses Empfinden auf eindrückliche Weise zum Ausdruck. Da ist etwas Zerfallenes, Aufgebrochenes, Ungeordnetes. Kein harmonisches Ganzes, kein glatter Weg. Und doch: Gerade zwischen den Steinen, am Rand des Verfallenen, zeigt sich Leben. Kleine Pflanzen finden ihren Platz. Etwas wächst weiter.

Vielleicht sind es genau diese Zwischenräume, die uns tragen, wenn kein Stein mehr auf dem anderen bleibt.

Wir wünschen uns oft Klarheit, Sicherheit, Stabilität. Aber das Leben führt uns nicht immer geradeaus. Manchmal bricht es Dinge auf, die wir mühsam geordnet haben. Manchmal verlieren wir, was uns Halt gegeben hat. Und manchmal sehen wir erst im Rückblick, dass gerade in diesen Brüchen neue Möglichkeiten entstanden sind.

Der Juli hat mich gelehrt, den Zwischenräumen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht nur auf das zu schauen, was zerbrochen oder ungewiss ist, sondern auch auf das, was dazwischen entsteht: ein Gespräch, ein neuer Gedanke, eine kleine Hoffnung, ein innerer Entschluss, ein leises Trotzdem.

Vielleicht muss nicht immer alles sofort wieder aufgebaut werden. Vielleicht dürfen manche Dinge erst einmal offenbleiben. Vielleicht liegt in diesen offenen Stellen ein Reichtum, den wir erst entdecken, wenn wir ihn nicht sofort zuschütten.

Wo nichts mehr selbstverständlich ist, kann etwas Ehrliches wachsen. Nicht perfekt. Nicht geplant. Aber echt.

Weite Aussicht über Beggingen
August 2026

Die Distanz erlaubt eine klare Sicht

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Es gibt Momente, in denen wir dem eigenen Leben so nah sind, dass wir kaum noch erkennen können, was eigentlich vor uns liegt. Wir sehen einzelne Sorgen, Pflichten und Baustellen – aber nicht mehr das Ganze.

Der Blick über Beggingen erinnert mich daran, wie wohltuend Distanz sein kann. Von oben betrachtet fügt sich vieles zusammen: Wege, Felder, Häuser, Übergänge, Grenzen. Was aus der Nähe unübersichtlich erscheint, wirkt aus der Entfernung plötzlich eingebettet in einen grösseren Zusammenhang.

Der August war für mich auch ein Monat dieser Erfahrung. Durch Abstand – innerlich und äusserlich – wurde manches klarer. Nicht, weil alle Probleme verschwunden wären. Sondern weil ich sie nicht mehr ausschliesslich von innen her betrachten musste.

Wenn wir mitten in einer schwierigen Situation stehen, verschwimmt manchmal alles. Gefühle überlagern Gedanken. Verpflichtungen drängen sich in den Vordergrund. Die nächste Aufgabe scheint wichtiger als der eigene Blick aufs Ganze. Dann kann Distanz helfen. Ein Spaziergang. Ein Gespräch. Eine Reise. Ein stiller Moment. Oder einfach ein Ort, an dem der Blick weit wird.

Distanz bedeutet nicht Flucht. Sie ist oft eine Form von Fürsorge. Sie ermöglicht Übersicht. Sie schafft Raum zwischen uns und dem, was uns bedrängt. Und in diesem Raum kann sich wieder etwas ordnen.

Manchmal erkennen wir erst mit etwas Abstand, was wesentlich ist. Was uns wirklich trägt. Was wir loslassen dürfen. Und wohin unser Weg vielleicht als Nächstes führen könnte.

Die Weite dieses Bildes erzählt genau davon: Klarheit entsteht nicht immer im Nahbereich. Manchmal braucht es den Blick von oben, damit wir wieder sehen können.

Baum ohne Blätter in der September-Sonne mit seinem Schatten
September 2026

Licht- und Schattengedanken

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Zwischen den Schritten in der lieblichen Spätsommerluft.

Der September zeigt heute sein schönes, klares, farbenfrohes Gesicht. Die Beeren jubilieren an ihren Sträuchern, die Sonne liegt warm über den Feldern.

Und da steht dieser Baum.

Blätter wachsen keine mehr aus ihm. Und doch fängt er das Licht. Es wandert über seinen Stamm und seine Äste, zeichnet Linien auf seine Rinde und lässt ihn mit jedem Sonnenstand ein wenig anders erscheinen.

Sein Schatten umtanzt ihn. Mal ganz nah, mal weit ausgestreckt über die Wiese. Vielleicht teilt er seine Geheimnisse mit dem Baum. Vielleicht erinnert er ihn an all das, was einmal war. Und vielleicht erzählt er ihm von dem, was immer noch ist.

Der Wind singt in seinen Ästen. Und die geselligen Krähen lieben ihn. Sie halten ihre Versammlungen auf seinen vertrauten und immer noch starken Ästen ab, erzählen einander ihre Erlebnisse, beraten sich – oder sitzen einfach eine Weile still beieinander.

Ich bleibe stehen und denke: Wie schnell glauben wir manchmal, etwas habe seinen Wert verloren, nur weil es nicht mehr so ist, wie es einmal war.

Dieser Baum trägt keine Blätter mehr. Aber er trägt Licht. Schatten. Geschichten. Begegnungen. Vielleicht sogar ein kleines Stück Heimat für die Krähen.

Nicht alles, was sich verändert, ist verloren.
Manches beginnt gerade dann, auf eine andere, bislang verborgene Weise zu wirken.

Kontakt
Schreib mir. Wir schauen gemeinsam, was daraus entstehen kann.
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